Der Drohn


Die männliche Honigbiene wird Drohn oder Drohne genannt. Die Drohnen dienen vornehmlich der Begattung von jungen Königinnen. Daneben wird ihnen ein bedeutender Anteil bei der Klimatisierung des Brutnestes zugeschrieben. Ihre Körperform ist größer und gedrungener als von einer Arbeiterin, und die Facettenaugen sind größer und leistungsfähiger. Auch ihre Flugmuskulatur ist deutlich ausgeprägter. Zudem hat der Drohn keinen Stachel.

Eine Besonderheit stellt die Entstehung der Drohnen dar. Sie entstehen aus unbefruchteten Eiern, d.h. die Königin kann bei der Eiablage entscheiden, ob ein Ei befruchtet wird oder nicht. Bei Honigbienen treten die Drohnen nur in der Vermehrungsphase des Bienenvolks, der Schwarmzeit, auf. Im Spätsommer wird den Drohnen der soziale Futteraustausch verweigert, und sie werden bereits am Flugloch abgewiesen oder gar herausgedrängt, sodass sie dann verhungern, da sie die Fähigkeit, selbst in der Natur Nahrung zu sammeln, nicht besitzen. Häufig kann man in dieser Phase herumkrabbelnde, sterbende Drohnen beobachten. Der Imker sagt dazu: "Drohnenschlacht". Dies ist ein wichtiges Zeichen und bedeutet, dass sich die Bienen nun endgültig für den Winter vorbereiten.